Ich bin bereit überall hinzugehen, wenn es nur vorwärts ist. (David Livingstone)

Dr. Katrin Hater

 

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Themenzentrierte Interaktion - TZI

Im Mittelpunkt der TZI steht die Idee eines dynamischen Gleichgewichtes der Kräfte, die immer dann wirken, wenn Menschen miteinander arbeiten oder lernen:


Diese vier ‚Faktoren' wahrzunehmen, in einer dynamischen Balance zu halten und damit eine optimale Arbeitsfähigkeit zu sichern, ist Aufgabe einer guten Leitung nach TZI. Ein zentrales Handwerkszeug dafür ist die Formulierung von "Themen", die die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden fokussieren und ihre engagierte Beteiligung ermöglichen. Passende Arbeitsstrukturen sorgen dann für eine ergebnisreiche Bearbeitung des Themas.

TZI ist eine Methode, die bewusst die Fähigkeit der Beteiligten zur Selbstleitung und zum achtsamen Umgang untereinander fördert. Sie nimmt Betroffenheiten und ‚Störungen' im Arbeitsprozess ernst und versteht es, sie für einen produktiven Arbeitsprozess zu nutzen.

Die Werte und das Menschenbild der TZI sind geprägt von der Vorstellung einer Dialektik zwischen Autonomie und Interdependenz, zwischen vitalen Interessen und der Verpflichtung zur Humanität und zwischen der Begrenztheit und der Freiheit menschlichen Handelns. Sie sind eng verbunden mit den Werten und dem Menschenbild der humanistischen Psychologie.

Die TZI ist in den vergangenen Jahrzehnten in sehr verschiedenen professionellen Anwendungsfeldern erprobt und weiterentwickelt worden. Sie hat sich unter anderem auch bewährt als effektiver Orientierungsrahmen für Führungskräfte in Organisationen.

Erkenntnisse, Erfahrungen und Methoden aus anderen Gruppenverfahren, Beratungs- und Leitungskonzepten sind fortlaufend integriert worden und heute selbstverständlicher Bestandteil der Praxis. Zu meinem persönlichen Handwerkskoffer gehören Methoden der systemischen Beratung, des pädagogischen Rollenspiels und der Gestalttherapie.

Ein unverwechselbares Markenzeichen der TZI aber bleibt die Gleichwertigkeit von Person, Gruppe, Aufgabe und Kontext und die dynamische Balance zwischen ihnen als Kompass, um produktive Arbeits- oder Lernprozess verantwortungsvoll zu gestalten.