
Im Mittelpunkt der TZI steht die Idee
eines dynamischen Gleichgewichtes der Kräfte, die immer dann wirken, wenn
Menschen miteinander arbeiten oder lernen:
Diese vier ‚Faktoren' wahrzunehmen, in einer dynamischen Balance zu
halten und damit eine optimale Arbeitsfähigkeit zu sichern, ist Aufgabe
einer guten Leitung nach TZI. Ein zentrales Handwerkszeug dafür ist die
Formulierung von "Themen", die die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden
fokussieren und ihre engagierte Beteiligung ermöglichen. Passende
Arbeitsstrukturen sorgen dann für eine ergebnisreiche Bearbeitung des
Themas.
TZI ist eine Methode, die bewusst die Fähigkeit der Beteiligten zur Selbstleitung und zum achtsamen Umgang untereinander fördert. Sie nimmt Betroffenheiten und ‚Störungen' im Arbeitsprozess ernst und versteht es, sie für einen produktiven Arbeitsprozess zu nutzen.
Die Werte und das Menschenbild der TZI sind geprägt von der Vorstellung einer Dialektik zwischen Autonomie und Interdependenz, zwischen vitalen Interessen und der Verpflichtung zur Humanität und zwischen der Begrenztheit und der Freiheit menschlichen Handelns. Sie sind eng verbunden mit den Werten und dem Menschenbild der humanistischen Psychologie.
Die TZI ist in den vergangenen Jahrzehnten in sehr verschiedenen professionellen Anwendungsfeldern erprobt und weiterentwickelt worden. Sie hat sich unter anderem auch bewährt als effektiver Orientierungsrahmen für Führungskräfte in Organisationen.
Erkenntnisse, Erfahrungen und Methoden aus anderen Gruppenverfahren,
Beratungs- und Leitungskonzepten sind fortlaufend integriert worden und
heute selbstverständlicher Bestandteil der Praxis. Zu meinem
persönlichen Handwerkskoffer gehören Methoden der systemischen
Beratung, des pädagogischen Rollenspiels und der Gestalttherapie.
Ein unverwechselbares Markenzeichen der TZI aber bleibt die
Gleichwertigkeit von Person, Gruppe, Aufgabe und Kontext und die
dynamische Balance zwischen ihnen als Kompass, um produktive Arbeits-
oder Lernprozess verantwortungsvoll zu gestalten.